Der sächsische Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt hält das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Freistaat momentan für keinen Verbündeten. «Das BSW ist kein Projekt einer demokratischen Erneuerung. Es beruht auf einem Personenkult, hat eine hierarchische Struktur und ist ein exklusiver Klub, in den nur handverlesene Menschen eintreten dürfen», sagte Gebhardt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.
«Die Wagenknecht-Partei bekommt derzeit Zuspruch, weil sie allen alles verspricht. Doch sie wird sich festlegen müssen. Wir gehen davon aus, dass die Gruppierung Hoffnungen enttäuschen wird, und halten ihr widersprüchliches Konzept nicht für dauerhaft tragfähig. Eine Person ist nicht gleichbedeutend mit einem Programm», betonte der 60 Jahre alte Linke-Politiker.
Im Wahlkampf zur Landtagswahl wolle sich Die Linke nicht auf Mitbewerber fixieren: «Wir setzen uns mit der Regierung auseinander - und mit der Gefahr, die von der extremen Rechten ausgeht, insbesondere von der AfD. Wir sind jetzt und auch nach dem Wahltag offen für alle, die mit uns für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden kämpfen wollen.»