Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat gefordert, die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge deutlich zu reduzieren. «Die Zahlen müssen dramatisch nach unten im kommenden Jahr, im übernächsten Jahr unter 100.000», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Allein in diesem Jahr würden zusätzlich zu rund einer Million ukrainischer Flüchtlinge rund 350.000 Menschen nach Deutschland kommen. «Eindeutig zu viel.»
Kretschmer sprach sich dafür aus, Familiennachzug zu begrenzen, Sozialleistungen für abgelehnte Asylbewerber zu reduzieren und Grenzkontrollen auch künftig fortzuführen. «Wir brauchen Rückführungsabkommen mit den Ländern und wir müssen miteinander möglicherweise das Grundgesetz ändern, um diese Dinge zu erreichen.» Es müsse von Deutschland ein «klares Signal» in die Herkunftsländer gehen. «Man wird Deutschland nicht erreichen und wenn man hier ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in kurzer Zeit wieder in das Heimatland zurückkommt sehr, sehr groß.»