Sachsens Grüne gehen mit Zuversicht in den Landtagswahlkampf. Die klare Botschaft ist: «Wir sind bereit, weiter Verantwortung für Sachsen zu übernehmen», sagte Landesvorsitzende Marie Müser am Samstag beim Landesparteitag in Neukieritzsch bei Leipzig nach Verabschiedung des Wahlprogramms. «Für eine stabile demokratische Regierungsmehrheit führt im Freistaat kein Weg an uns vorbei.» Zum Auftakt versprach Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) Unterstützung dafür - und zollte zuerst aber dem Engagement für eine starke Demokratie Respekt. In Sachsen regiert eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen.
Über alle demokratischen Parteien hinweg würden Menschen für die freiheitliche Grundordnung demonstrieren, sagte sie. «Die übergroße Mehrheit unseres Landes wird diese Grundordnung, diese Verfassung verteidigen.» Das Wichtigste sei, dass Demokratinnen und Demokraten zusammenstünden. Populismus erteilte Baerbock eine klare Absage. Der Populismus speise sich gerade daraus, dass sich Gräben in der Gesellschaft vertiefen. «Was Populisten ebenso fürchten, ist der Kompromiss in der Sache.» Dabei sei der Kompromiss der Wesenskern der Demokratie, dafür müsse man zuhören können und bereit sein, auch mal die Sichtweise des anderen einzunehmen.