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Sachsen will stärker auf heimische Rohstoffe setzen

Sachsen will stärker auf heimische Rohstoffe setzen
Der sächsische Wirtschaftsminister hält ein mit Lithium durchsetztes Stück Erz in den Händen. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Von: DieSachsen News

Sachsen will den heimischen Bergbau stärken und sich damit auch unabhängiger von internationalen Lieferketten machen. Dazu beschloss das Kabinett am Dienstag eine neue Rohstoffstrategie. Diese sieht etwa die Erschließung heimischer Rohstoffquellen für den Bergbau, eine Stärkung des Rohstoffrecyclings und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz vor. Anträge und Genehmigungen sollen künftig digital möglich sein und Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden. Damit soll die bisherige Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2012 abgelöst werden.

«Alles kommt vom Bergwerk her» - der Spruch sei aktueller denn je, betonte Wirtschaftsminister Martin Dulig. Es gebe weltweit einen wachsenden Rohstoffbedarf vor allem durch Digitalisierung und die Energiewende. Zudem würden die Abhängigkeiten bei Rohstoffen von anderen Ländern täglich bewusster. «Ob durch Lieferengpässe während der Corona-Pandemie oder aktuell durch die auch bei uns spürbar gewordenen Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.»

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Sachsen habe deutschlandweit einmalige Rohstoffpotenziale, sagte der SPD-Politiker. Im Erzgebirge lagern den Angaben zufolge neben Lithium auch Zinn, Wolfram, Nickel, Indium und andere Metallerze. Lithium etwa wird auch als «weißes Gold» bezeichnet. Es ist ein Kernbestandteil von Akkus in Elektroautos, kommt aber auch in Laptops, Smartphones und vielen anderen Geräten zum Einsatz.

Nach Ministeriumsangaben arbeiten im Bereich Bergbau und Rohstoffwirtschaft mehr als 3000 Menschen in 75 Betrieben. Rechne man das teils abhängige verarbeitende Gewerbe hinzu, seien es mehr als 3000 Betriebe mit rund 280.000 Beschäftigten. Sachsen verfüge über nahezu alle Rohstoffe im Steine- und Erdenbereich, um den heimischen Bedarf zu decken. Von den rund 220 aktiven Bergwerken im Freistaat sind mehr als 95 Prozent in diesem Bereich aktiv.

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