Sachsen will den heimischen Bergbau stärken und sich damit auch unabhängiger von internationalen Lieferketten machen. Dazu beschloss das Kabinett am Dienstag eine neue Rohstoffstrategie. Diese sieht etwa die Erschließung heimischer Rohstoffquellen für den Bergbau, eine Stärkung des Rohstoffrecyclings und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz vor. Anträge und Genehmigungen sollen künftig digital möglich sein und Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden. Damit soll die bisherige Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2012 abgelöst werden.
«Alles kommt vom Bergwerk her» - der Spruch sei aktueller denn je, betonte Wirtschaftsminister Martin Dulig. Es gebe weltweit einen wachsenden Rohstoffbedarf vor allem durch Digitalisierung und die Energiewende. Zudem würden die Abhängigkeiten bei Rohstoffen von anderen Ländern täglich bewusster. «Ob durch Lieferengpässe während der Corona-Pandemie oder aktuell durch die auch bei uns spürbar gewordenen Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.»