Sachsen hat für die Digitalisierung ehrgeizige Ziele formuliert und will bis 2025 erste automatisierte Fahrzeuge zur Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen. Das sei keine technische Spielerei, sondern ein erster Schritt, trotz Fachkräftemangels weiter ein stabiles Mobilitätsangebot bereit zu stellen, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Chemnitz. Dabei stellte er die überarbeitete Digitalstrategie für den Freistaat vor. Zu den Vorhaben zählt auch, bis 2025 alle bisher nicht ausreichend versorgten Schulen mit Gigabit-fähigem Breitband auszurüsten.
Dulig zufolge will Sachsen die Entwicklung der Digitalwirtschaft unterstützen, damit die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich von derzeit gut 70 000 bis zum Jahr 2030 auf 100 000 steigen kann. Man werde die Ansiedlung von Firmen dieser Branche mit der Bereitstellung von Flächen fördern. Bis 2026 sollen in den Gesundheitsämtern Prozesse mittels Digitalisierung optimiert und vereinheitlicht werden. «Bis 2025 werden wir Sachsen zu einem führenden deutschen Forschungs- und Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz weiterentwickeln», sagte der Minister. Zudem soll der Freistaat zu einem «Leuchtturm» für Computer der nächsten Generation werden.