Die AfD fordert die CDU zur Bildung einer alleinigen Regierung auf. Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD trage eine linke Handschrift, die SPD habe sich in weiten Teilen durchgesetzt, sagte der sächsische AfD-Vorsitzende Jörg Urban. Das sei genau das, was der sächsische Wähler mehrheitlich nicht wolle. «Die CDU wäre gut beraten, in dieser Form keine Minderheitsregierung zu bilden.»
Stattdessen sollten sich die Christdemokraten bei ihrem Parteitag am Samstag aus Sicht der AfD dafür entscheiden, alleine zu regieren, «weil wir im Landtag eine stabile rechtskonservative Mehrheit haben», so Urban. Die CDU solle das Risiko eingehen und sich völlig frei in eine Regierung begeben, sagte der sächsische AfD-Generalsekretär Jan Zwerg. Dann würde die AfD-Fraktion auch für Michael Kretschmer (CDU) als Ministerpräsidenten stimmen.
Die Option einer eigenen Kandidatur hielt sich Urban offen. Die Entscheidung sei von den Ereignissen der nächsten Tage abhängig. Wenn es auf
eine Koalition aus CDU und SPD mit Unterstützung von Links-Grün hinauslaufe, «dann werde ich natürlich auch antreten als Ministerpräsidentenkandidat».