Sachsens stellvertretender Landeswahlleiter Robert Kluger hat der AfD eine komplette Neuwahl der Landesliste für die Bundestagswahl empfohlen. Es sei seiner Ansicht nach zwar rechtlich unbedenklich, wenn die Ende Januar auf einem Parteitag unterbrochene Aufstellungsversammlung zur Wahl der Kandidaten Anfang März fortgesetzt werde, sagte er am Freitag. Eine Garantie, dass auch der Landeswahlausschuss dieser Rechtsauffassung folge, wenn er im Sommer über die Zulassung der Liste zu entscheiden habe, könne er aber nicht geben. Zuvor hatte die «Freie Presse» über die Empfehlung berichtet.
Der AfD-Landesvorstand wollte noch am Freitag über das weitere Vorgehen beraten, wie Generalsekretär Uwe Wurlitzer sagte. Eine Entscheidung wird für Anfang kommender Woche erwartet. Die Partei hatte Kluger um eine rechtliche Bewertung gebeten.
In Klipphausen hatte die AfD vor zwei Wochen die ersten fünf Plätze der Landesliste bestimmt. Zur Spitzenkandidatin wurde die Landes- und Bundesvorsitzende Frauke Petry gewählt. Auf Platz zwei kam der wegen seiner Nähe zum Thüringer AfD-Rechtsaußen umstrittene Dresdner Richter Jens Maier.