Mit einem Abschiebeflug von Leipzig nach Bagdad sind am Dienstag 43 Menschen in den Irak gebracht worden. Das bestätigten das Bundesinnenministerium sowie das Migrationsministerium von Thüringen, das bei der Aktion federführend war. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erläuterte in der «Bild»-Zeitung, er wolle «mehr Druck bei Rückführungen, mehr Deals mit Drittstaaten und eine Durchbrechung der Schleuser-Logik».
Im Flugzeug saßen nach Angaben aus Thüringen 43 ausreisepflichtige Personen. 14 von ihnen - allesamt alleinstehende Männer, die teilweise in der Vergangenheit straffällig geworden seien - hätten zuvor in Thüringen gelebt. Die übrigen seien aus sieben anderen Bundesländern gekommen.
Die Maschine hob um 10.52 Uhr ab, wie auf dem Portal Flightradar24 zu erkennen war. Nach Beobachtung eines dpa-Fotografen hatte die Polizei zuvor die Abfertigung des Fluges abgesichert. Die Passagiere wurden in Kleinbussen der Polizei und mit zwei größeren Flughafenbussen zu der Maschine gebracht. Polizeibeamte begleiteten die Insassen einzeln die Treppe zum Flieger hinauf.