Der Machtkampf beim Bündnis Sahra Wagenknecht spitzt sich weiter zu: Die BSW-Chefs von Sachsen und Sachsen-Anhalt plädieren für eine Trennung von Regierungs- und Parteiämtern und stellen sich damit gegen die bisherige Spitze des Thüringer Landesverbands.
Nachbar-Landesverbände für Trennung
Um die Interessen der Bürger adäquat vertreten zu können, benötige es einen distanzierten und kritischen Austausch zwischen Parlaments- und Parteiarbeit, sagte die sächsische BSW-Chefin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Entsprechend hätte es bei uns auf Dauer auch keine Doppelfunktionen von Partei- und Ministerämtern gegeben, wären wir in eine Regierung eingetreten.»
John Lucas Dittrich, Landesvorsitzender des BSW in Sachsen-Anhalt sagte, es sei sinnvoll, Parteiämter und öffentliche Ämter klar zu trennen. «Das stärkt die notwendige Kontrolle und ermöglicht es, die Positionen des BSW gegenüber einer Landesregierung klar und unabhängig zu vertreten.»