Die Linken im Sächsischen Landtag haben eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen gefordert, die via Belarus und Polen nach Deutschland kommen. «Solange Polen Grundstandards der Aufnahme und rechtsstaatliche Verfahren für Flüchtende nicht garantiert, ist es den Betroffenen nicht zu verdenken, dass sie weiter nach Deutschland wandern», erklärte die Abgeordnete Juliane Nagel. Es brauche daher schnell verbindliche Standards in allen EU-Staaten und ein starkes Signal auch des Freistaats Sachsen gegen Polens illegale Praxis, Geflüchtete wieder zurückzuschicken.
Nach Ansicht Nagels ist es kein guter Weg, die Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen maßlos auszulasten oder trotz sinkender Temperaturen auf Leichtbauhallen zu setzen. «Ich habe mich gestern selbst über die Lage in dem Lager Mockau III informiert und bin schockiert. Die Behausungen sind weder wind- noch winterfest (...).» Die Geflüchteten müssten zügiger verteilt werden - in andere Bundesländer, aber auch in sächsische Kommunen. Dort sei Platz.