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Landkreis Bautzen plant Einführung einer Bezahlkarte für Flüchtlinge

Landkreis Bautzen plant Einführung einer Bezahlkarte für Flüchtlinge
Der Schatten eines Kugelschreibers zeichnet sich auf einem Asylerstantrag ab. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration
Von: DieSachsen News

Der Landkreis Bautzen will in zwei Monaten eine Bezahlkarte für Flüchtlinge einführen. «Wir schreiben jetzt aus, das System soll ab 1. April einsetzbar sein», sagte eine Sprecherin des Landratsamtes am Freitag. Das bisherige Konto- oder Barauszahlungssystem werde damit abgelöst.

Der Landkreis sucht laut Mitteilung derzeit Anbieter zur Einführung der Karte, mit der Asylsuchende künftig guthabenbasiert in der Region einkaufen können. Die Vergabe solle noch im Februar erfolgen. Das System überzeuge durch die Möglichkeit, verschiedene Verwaltungswege digital abzubilden und somit den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

Derzeit prüfen alle sächsischen Landkreise die Einführung einer solchen Bezahlkarte für Flüchtlinge als Zwischenlösung bis zu einer bundeseinheitlichen Lösung. Beabsichtigt sei ein gemeinsamer Termin, aufgrund der einzeln nötigen Ausschreibung könne es jedoch irgendwo auch länger dauern, sagte Veronika Müller vom Sächsischen Landkreistag. Auf die Karte soll das sogenannte Taschengeld der Asylbewerber gebucht werden, sie können dann im Rahmen des Guthabens in Geschäften einkaufen, die Kartenzahlung akzeptieren.

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Asylbewerber in Deutschland sollen mindestens einen Teil ihrer Leistungen künftig als Guthaben per Bezahlkarte bekommen. Deren Nutzung soll Schutzsuchenden die Möglichkeit nehmen, Geld aus staatlicher Unterstützung in Deutschland an Angehörige und Freunde im Herkunftsland zu überweisen. Der Freistaat beteiligt sich mit anderen Bundesländern an der Erarbeitung eines Konzepts für ein bundesweit einheitliches Modell.

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