Die Tarifeinigung für Beschäftigte von Bund und Kommunen stößt in Sachsen auf heftige Kritik. Der Städte- und Gemeindetag (SSG) sowie der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) verwiesen auf die finanziell angespannte Lage der Kommunen. Nun kämen zusätzliche Kosten von mehreren Hundert Millionen Euro dazu. «Das Wasser steht uns schon jetzt bis zum Hals», konstatierte SSG-Geschäftsführer Mischa Woitscheck. Er stellte für die Zukunft die Verhandlungsgemeinschaft mit dem Bund infrage.
Die Einigung trage nicht ausreichend der prekären Haushaltslage der Kommunen Rechnung, monierte der Meißner Landrat Ralf Hänsel (CDU) als Präsident des KAV. Zwar habe die Gewerkschaft deutliche Abstriche von ihren Forderungen machen müssen. Der Abschluss überfordere aber kommunale Arbeitgeber in Sachsen in Zeiten, in denen die Kommunen das höchste Finanzierungsdefizit seit der Wiedervereinigung verzeichneten.