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Illegale Migration: Bundespolizei greift 1270 Menschen auf

Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Die Bundespolizei hat an der deutsch-polnischen Grenze seit Anfang Oktober insgesamt 1270 illegal eingereiste Menschen in Sachsen aufgegriffen. «Die Personen sind ohne erforderliches Visum nach Deutschland eingereist oder wurden eingeschleust», teilte die Bundespolizeidirektion Pirna am Dienstag mit. Nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen seien sie an Einrichtungen der Erstaufnahme übergeben worden. Die Betroffenen stammen vor allem aus dem Irak, Syrien, Jemen und Afghanistan stammen, hieß es.

Nach Angaben des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam waren im Oktober insgesamt 4246 illegal eingereiste Menschen an der deutsch-polnischen Grenze von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg bis Sachsen festgestellt worden. «Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab», hatte das Präsidium am Montag mitgeteilt.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem zu. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollte das Problem am Dienstagnachmittag bei einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel ansprechen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH