Der Sächsische Flüchtlingsrat kritisiert die Abschiebung einer irakischen Familie und verlangt ein grundsätzliches Umdenken bei den zuständigen Behörden. «Wer als Familie einreist, sich dann um Arbeit bemüht und soziale Verantwortung übernimmt, darf nicht in ein Krisengebiet zurückgeschickt werden», betonte der Rat in einer Stellungnahme zum jüngsten Fall, der sich in Gröditz abspielte. Man müsse die Lebensleistung und Integration der Betroffenen würdigen. Eine Antwort der Ausländerbehörde des Landkreises Meißen stand bis zum Nachmittag noch aus.
«Das Grundgesetz schützt Familien in besonderen Maße, aber Menschen in Duldung werden hier offensichtlich ausgeklammert. Die Abschiebung ist ein trauriges Sinnbild einer Zeit voller Hetze gegen Geflüchtete, in der ihre individuellen Leistungen kaum Anerkennung finden», betonte Dave Schmidtke vom Flüchtlingsrat.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten