Der Herausgeber des rechtsextremen Magazins «Compact», Jürgen Elsässer, verlangt von der Politik einen Ersatz des aufgetretenen Schadens durch die Verbotsverfügung des Bundesinnenministeriums (BMI). «Die Untergrenze des wirtschaftlichen Schadens liegt bei etwa 320.000 Euro. Das sind nämlich die Umsätze in vier Wochen, die wir nicht realisieren konnten, weil wir nicht mehr arbeitsfähig und stillgelegt waren», sagte Elsässer in Potsdam. «Das geht sicherlich noch nach oben, und wir werden die Regierung und das BMI bei jedem Cent regresspflichtig machen.»
Das Bundesverwaltungsgericht hob das von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verfügte Verbot des rechtsextremen «Compact»-Magazins vorläufig auf. Dessen Herausgeber Elsässer nahm am Donnerstagnachmittag im brandenburgischen Landtag an der Seite der AfD-Landtagsfraktion zu der Entscheidung Stellung.