Die Corona-Kontrollen sind in Sachsens Großstädten deutlich verschärft worden. Insbesondere die Überprüfung der angeordneten Quarantänen wurde in Dresden, Leipzig und Chemnitz von November zu Dezember vergangenen Jahres erheblich ausgeweitet, wie eine Umfrage der Deutsche Presse-Agentur ergab.
In Dresden gab es im Dezember knapp 2600 Kontrollen der Quarantäneanordnungen und damit nahezu doppelt so viele wie im Monat zuvor. Dabei wurden nach Angaben der Stadt sieben Verstöße festgestellt. Im November waren es zwei.
Auch in Leipzig waren die Anstrengungen der Stadtverwaltung zur Durchführung von Quarantänekontrollen deutlich erhöht worden. Wurden im November 4142 Kontrollen (149 Verstöße) durchgeführt, waren es im Dezember 7044 (291 Verstöße). In Chemnitz wurden im Dezember insgesamt 2448 Präsenz- und Telefonkontrollen durchgeführt. Im Monat November lag diese Zahl bei 1764. Nennenswerte Verstöße gab es dabei nicht.
Zudem verstärkte die Landeshauptstadt ihre Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr. «Im Vergleich zum November wurde die Kontrolldichte hier um etwa 30 Prozent erhöht», sagte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU). Er kündigte auch für Januar intensive Kontrollen an. Betrug die Zahl der festgestellten Verstöße im ÖPNV im November knapp 100, wurden im Dezember fast 150 Menschen festgestellt, die gegen die infektionsschutzrechtlichen Regelungen verstießen. Dagegen gingen die Verstöße gegen die Vorschriften im Einzelhandel und in der Gastronomie deutlich zurück: Im Dezember waren knapp 50 festgestellt worden, im November waren es noch rund 180.