Die Kleinpartei Bündnis Deutschland fordert einen radikalen Bürokratieabbau in Sachsen. «Bürokratie muss bestraft werden, dem Staat wehtun, der Bürger muss unnötigen Aufwand erstattet bekommen», sagte Parteichef Steffen Große der Deutschen Presse-Agentur. Seine Partei wolle neue Rechtsvorschriften zeitlich befristen und gegebenenfalls nach einfacher Wirksamkeitsprüfung verlängern. Für jede neue Vorschrift sollen zwei alte gestrichen werden.
Große zufolge sei es längst üblich, dass die Verwaltung bei neuen Rechtsvorschriften auch den Erfüllungsaufwand berechnen muss. «Damit wird deutlich gemacht, was die Umsetzung neuen Verwaltungsaufwandes kostet und was beispielsweise Kommunen beim Finanzminister an Erstattung für Personal- und Sachkosten einfordern können. Der Bürger hat diese Möglichkeit nicht und wir wollen sie ihm geben.»
Der Parteivorsitzende brachte Beispiele für einen notwendigen Bürokratieabbau. So müsse man zum Erhalt der Sterbeurkunde eines Verwandten nachweisen, dass der Verstorbene zuvor geboren wurde. «Man muss dafür eine Geburtsurkunde vorlegen und diese bezahlen. Das ist doch völlig verrückt. Diese Dienstleistung muss kostenlos oder steuerlich voll absetzbar sein. Warum genügt nicht die Vorlage des Ausweises des Verstorbenen?», fragte der Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl am 1. September.