Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat angesichts der Landtagswahlen in mehreren ostdeutschen Ländern vor Desinformation im Internet gewarnt. Man könne sich 2024 nicht immer darauf verlassen, dass Inhalte im Netz tatsächlich Meinungsäußerungen von Menschen seien, sagte Präsidentin Claudia Plattner am Dienstag nach einem Gespräch mit dem sächsischen Kabinett in Dresden. «Es gibt eine Menge Meinungsverstärker und die sind rein elektronisch.» Das müsse man sich klarmachen - genauso wie den Umstand, dass gezielte Absichten dahinterstünden.
Auf Dauer gelte es, Mechanismen zu finden, die eine Verlässlichkeit des Materials und der Absender kenntlich machten, sagte Plattner. «Momentan sind wir sehr stark darauf angewiesen, dass wir die Bürgerinnen und Bürger auch sensibilisieren an dieser Stelle.» Im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Deep Fakes könne man sich nicht einmal darauf verlassen, dass das, was man sieht und hört, auch wirklich das ist, was man zu sehen und zu hören glaubt. Es sei leider relativ leicht, Menschen Worte in den Mund zu legen, die sie nie gesagt hätten.