Sachsens AfD sucht nach ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl das Gespräch mit der CDU und arbeitet weiter am Abriss der Brandmauer. «Die Vorstände der sächsischen AfD und der sächsischen CDU müssen miteinander verantwortungsvoll und ohne jede Brandmauer über die Zukunft unseres Freistaates beratschlagen. Das ist der unmissverständliche Auftrag unserer Bürger», schrieb AfD-Generalsekretär Jan Zwerg in einem offenen Brief an seinen CDU-Amtskollegen Tom Unger.
Offene Briefe seien keine Einladung zu einem Gespräch, teilte Unger daraufhin in einer Botschaft mit, die in Chatgruppen der Partei verbreitet wurde und der dpa vorliegt. «Was wir vor der Wahl gesagt haben, das gilt für uns auch danach.» Dazu gehöre: keine Koalition mit der AfD. Denn die Partei sei zwar demokratisch gewählt, werde aber vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Unger wies außerdem darauf hin, dass der Konsultationsmechanismus für die Arbeit zwischen Regierung und Landtagsfraktionen für alle im Landtag dort vertretenen Parteien gelte, die AfD aber als einzige nicht daran teilnehme. «Es besteht seitens dieser Partei kein ernsthaftes Interesse, konstruktiv für den Freistaat Sachsen zu arbeiten.»