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Belarus-Route: Grenzschutz zählt mehr als 1000 Flüchtlinge

Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Der Bundesgrenzschutz hat im November 1085 Flüchtlinge registriert, die auf der Belarus-Route illegal nach Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen. Allein am vergangenen Wochenende seien 72 Personen in Gewahrsam genommen und grenzpolizeilich bearbeitet worden, teilte die Bundespolizeidirektion Pirna am Dienstag mit. Den Großteil habe man an der sächsisch-polnischen Grenze aufgegriffen. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen stammten aus dem Irak. Mit deutlichem Abstand würden die Herkunftsländer Syrien und Iran folgen. In geringerer Anzahl seien Menschen aus dem Jemen, der Türkei sowie Afghanistan festgestellt worden.

Die polnische Regierung und die Europäische Union (EU) werfen dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen wie Afghanistan und dem Irak einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die EU nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem stark zu.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH