Mehr als eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen hat sich die regierende CDU nicht deutlich zu möglichen Koalitionspartnern geäußert. «Wir müssen weiter hart arbeiten. Wir brauchen stabile Verhältnisse», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im ZDF-Morgenmagazin. Mit wem er nach der Wahl zusammenarbeiten möchte, ließ er offen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schlossen allerdings alle Parteien aus.
Beim ZDF waren die Spitzenkandidaten der größeren sächsischen Parteien jeweils einzeln interviewt worden. Dabei ging es nicht immer um Themen, die direkt den Freistaat betreffen und dort entschieden werden können.
So forderte Kretschmer erneut eine Kürzung der Waffenlieferungen an die Ukraine und Verhandlungen mit Russland. Das Geld für Waffen an die Ukraine sollte besser in ein Raketenabwehrsystem hierzulande investiert werden. «Wenn man einen unsicheren Nachbar hat, der auch gefährlich ist, hilft nur, dass man Abschreckung hat.»
Zudem erneuerte er seine Forderung nach einer konsequenten Abschiebungspolitik. Im Vorjahr hätten mehr als 300.000 Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt. «Da müssen wir runter auf 30.000 bis 40.000», sagte Kretschmer.