Beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds findet ein Führungswechsel statt. Die deutsche Geschäftsführerin Petra Ernstberger scheidet nach acht Jahren aus ihrer Position aus. Sie bleibt dem Fonds jedoch erhalten und wechselt in den Verwaltungsrat. Das teilte die Institution mit.
Ernstberger blickt auf eine intensive Zeit zurück und betont die enge Zusammenarbeit mit ihrem tschechischen Amtskollegen Tomáš Jelínek sowie das internationale Team. Ihre persönliche Erklärung unterstreicht ihre Verbundenheit mit Prag. "Acht intensive, arbeitsreiche, wunderbare Jahre im Zukunftsfonds sind zu Ende gegangen. Ich werde meinen tschechischen Partner in der Geschäftsführung, das außergewöhnliche Team und natürlich auch Prag sehr vermissen. Hier habe ich eine zweite Heimat, Zuneigung und Verständnis gefunden. Wir haben gemeinsam den Fonds weiterentwickelt und spektakuläre Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Danke an alle, die mich begleitet und unterstützt haben!", sagt Petra Ernstberger.
Mit dem Ausscheiden von Ernstberger übernimmt die Juristin Susanne Sehlbach den deutschen Part der Geschäftsführung des Zukunftsfonds. Sehlbach arbeitet seit über 25 Jahren mit dem Fonds zusammen und ist seit 2022 Mitglied des Wirtschaftsprüfungsausschusses. Ihre Karriere begann sie 2001 bei der Stiftung EVZ, die Partner des Zukunftsfonds bei der Entschädigung von Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern war, wobei Tschechien einen Schwerpunkt ihres Teams bildete. Sehlbach war 12 Jahre Justiziarin der Stiftung EVZ und war zuletzt in der öffentlichen Verwaltung tätig, insbesondere im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.