Der Magistrat der tschechischen Hauptstadt hat einen neuen Standard für U-Bahn-Wagen und Stationen genehmigt, der eine weitreichende Modernisierung des Netzes einleitet. Kernpunkte sind der fahrerlose Betrieb auf den Linien C und D, einheitliche Stationsgestaltung, weniger Werbung und verbesserte Orientierung im gesamten System. Die aktualisierten Regeln treten am 1. März 2026 in Kraft. Das teilte Radio Prague International mit.
Nach den Beschlüssen sollen künftige Züge als vollständig durchgehende Einheiten konzipiert werden statt als zusammengekoppelte einzelne Wagen. Die durchgehende Gestaltung verbessert laut Stadtverwaltung den Fahrgastfluss und erhöht die Sicherheit. Der Wegfall des Führerstands ermöglicht den vollständig autonomen Betrieb und ist Voraussetzung für den geplanten Einsatz auf Linie D sowie den Austausch der Züge auf Linie C, der stark frequentiertsten Strecke der Stadt.
Neu eingeführt werden ausfahrbare Bahnsteigkanten, welche die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig schließen. Diese Technik soll das Ein- und Aussteigen vor allem für Personen mit Kinderwagen, Rollstühlen oder Gepäck erleichtern und das Unfallrisiko senken. Zusätzlich wird mehr Stellfläche für Kinderwagen, Fahrräder und Einkaufswagen vorgesehen.