Tschechische Krankenhäuser sehen die Versorgung mit Blutspenden zunehmend unter Druck. Landesweit fehlten nach Angaben von Fachleuten zwischen 80.000 und 100.000 freiwillige, unentgeltliche Blutspender, sagte Daniela Dušková, Leiterin der Transfusionsabteilung der Všeobecná fakultní nemocnice v Praze, gegenüber Novinky.cz. „Wir müssten unser Register um rund sechstausend regelmäßige Spender erweitern.“ Die Entwicklung erschwere es Kliniken, stabile Vorräte an Blut- und Transfusionspräparaten vorzuhalten, meldet Tschechien.News.
Auch die Fakultní Thomayerova nemocnice im Prager Stadtteil Krč meldet eine alternde Spenderbasis. Sprecher Petr Sulek erklärte, das Spenderregister werde älter und zugleich kleiner, junge Spender kämen nur wenige nach. Besonders problematisch ist der Rückgang bei jungen Erstspendern. Jedes Jahr verliere man unwiederbringlich Hunderte Spender – meist aus Altersgründen, gesundheitlichen Problemen oder durch Umzug. Verantwortliche Kliniker berichten, dass die nach 2000 geborenen Jahrgänge zahlenmäßig schwächer sind und die altersbedingt ausscheidenden Spender nicht ersetzen können.