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Tschechien greift durch: Tausende Markenfälschungen sichergestellt

Die Tschechische Handelsinspektion stellt Waren im Wert von 82 Millionen Kronen sicher. Foto: Česká obchodní inspekce
Die Tschechische Handelsinspektion stellt Waren im Wert von 82 Millionen Kronen sicher. Foto: Česká obchodní inspekce

Die ČOI entfernte 2025 knapp 22.000 gefälschte Produkte aus dem Markt. Im Fokus standen Textilien und Spielzeug; Behörden kooperierten bei umfangreichen Kontrollen.

Die Tschechische Handelsinspektion (Česká obchodní inspekce | ČOI) ist im Jahr 2025 verstärkt gegen den Handel mit gefälschten Waren vorgegangen und hat nach eigenen Angaben rund 22.000 Produkte aus dem Verkehr gezogen. Ziel der Kontrollen war die Durchsetzung des Verbots, Produkte anzubieten, zu verkaufen oder zu lagern, die Markenrechte verletzen.

Zwischen dem 2. Januar und dem 31. Dezember 2025 führten die regionalen Inspektorate der ČOI insgesamt 676 Kontrollen durch. In 506 Fällen (74,85 %) stellten die Kontrolleure Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften fest. Konkret betrafen 324 Kontrollen – das sind 47,93 % aller geprüften Betriebe – das Verbot des Angebots, Verkaufs oder der Lagerung von Waren, die Marken- oder andere Schutzrechte verletzen.

Auf Grundlage der festgestellten Verstöße verhängte die ČOI im Berichtsjahr rechtskräftig 410 Geldbußen in einer Gesamthöhe von 7.997.000 Kronen. Davon entfielen 253 Bußgelder mit einem Gesamtvolumen von 6.668.000 Kronen auf Verstöße gegen § 8 des Verbraucherschutzgesetzes. Zudem stellten die Inspektoren 21.856 gefälschte Produkte sicher; der Orientierungswert nach Originalpreisen wird mit rund 82,6 Millionen Kronen beziffert.

Die Behörde arbeitete bei vielen Einsätzen mit anderen Stellen zusammen, darunter Gewerbeämter, die tschechische Zollverwaltung, Polizei und Umweltinspektion. Beschlagnahmte Waren, deren Einziehung oder Verfall rechtskräftig beschlossen wird, sollen entweder vernichtet oder für humanitäre Zwecke genutzt werden.

Verstöße wurden besonders häufig in kleinen Geschäften (188 Fälle) und auf Märkten (98 Fälle) festgestellt. Auch der Online-Handel war betroffen: In 21 Internetshops, zwei Fällen auf Online-Marktplätzen wie TEMU und Aukro sowie einmal im Bereich sozialer Netzwerke wurden Rechtsverletzungen festgestellt. Betroffen waren vor allem Textilien und Kinderprodukte; häufig sichergestellte Textilmarken waren Nike, Guess, Louis Vuitton, Michael Kors, Tommy Hilfiger und Chanel, bei Spielwaren dominierten Fälschungen von LEGO und Pokémon.

Die ČOI kündigte an, die Kontrollen fortzusetzen, um Verbraucher zu schützen und illegale Handelspraktiken zu unterbinden. Die Maßnahmen unterstreichen den Fokus auf Marken- und Verbraucherschutz im Jahr 2025.