Die zweite Elektrofähre für den Landkreis Meißen ist am Freitag, 27. März, planmäßig eingetroffen. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Die „Elbnixe“ war insgesamt elf Tage auf Rhein, Mittellandkanal und Elbe unterwegs, bevor sie ihren Zielhafen erreichte.
Bis zu ihrem Einsatz liegt die Fähre vorerst im Hafen von Riesa, wo letzte technische und organisatorische Vorbereitungen erfolgen. Der reguläre Betrieb an der Fährstelle Strehla–Lorenzkirch soll Anfang Mai starten. Ursprünglich war ein früherer Termin vorgesehen, dieser musste jedoch wegen witterungsbedingter Verzögerungen bei Bauarbeiten an den Fährstellen verschoben werden. Ein symbolträchtiger Moment für das Projekt war das Zusammentreffen der „Elbnixe“ mit ihrem Schwesterschiff „Klarisse“ am Montag, 30. März, an der Fährstelle Niederlommatzsch–Diesbar-Seußlitz. Das erste gemeinsame Auftreten der beiden Elektrofähren gilt als sichtbares Zeichen für den Fortschritt bei der Modernisierung des Fährverkehrs entlang der Elbe.
Parallel dazu wird die Flotte weiter ausgebaut. Die Lux Werft und Schifffahrt GmbH bereitet derzeit die Überführung zweier weiterer Elektrofähren vor. Die Schiffe „Riesaer Riese“ und „Ritter Karras“ sollen ebenfalls bis Mai im Landkreis eintreffen. Ihre Inbetriebnahme hängt vom Baufortschritt an den jeweiligen Fährstellen ab und erfolgt schrittweise. Das Gesamtvorhaben ist Teil des Förderprojekts „MEI_eFAIR“, das durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes unterstützt wird. Ziel ist es, den Fährverkehr auf der Elbe langfristig auf emissionsfreie Antriebe umzustellen und gleichzeitig die Infrastruktur für den Radverkehr auszubauen. Die neuen Fähren werden dabei als Bestandteil eines vernetzten Mobilitätskonzepts verstanden, das insbesondere den Alltags- und Freizeitradverkehr stärken soll.