Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist die Bahnstrecke zwischen Nossen und Meißen-Triebischtal wieder für schweren Güterverkehr nutzbar. Am Donnerstag, 3. September 2026, wurde der rund 20 Kilometer lange Abschnitt feierlich wiedereröffnet. Die Arbeiten hatten im August 2024 begonnen, teilte das Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwcklung mit.
Auf der Strecke wurden rund 5.000 Betonschwellen ausgetauscht, 2,5 Kilometer neue Schienen eingebaut sowie weit über 500 Brückenbalken durch beständigeren Kunststoff ersetzt. Brücken und Bahnübergänge wurden instand gesetzt. Der Freistaat Sachsen hat 4,1 Millionen Euro investiert, der Bund fördert die Ertüchtigung über das Eisenbahn-Bundesamt mit rund 1,1 Millionen Euro. Insgesamt flossen damit etwa fünf Millionen Euro in die Sanierung. Die Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie (NRE) als Betreiber trägt einen eigenen Anteil.
Gesichert ist damit vor allem die Anbindung des Tanklagers in Nossen-Rhäsa. Von dort aus werden Tankstellen im Umkreis versorgt; die Belieferung erfolgt praktisch nur über die Schiene. Die Strecke selbst ist mehr als 150 Jahre alt und knapp 40 Kilometer lang. Die NRE hat sie 2016 von der Deutschen Bahn gepachtet, nachdem der Personenverkehr eingestellt worden war. Vorerst sollen dort vor allem Kesselwagenzüge für das Tanklager fahren.