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Sächsische Weinhoheiten lesen Traminer am Schwalbennest

Sächsische Weinhoheiten lesen Traminer am Schwalbennest
Das Meißner Schwalbennest. Foto: Stadt Meißen
Von: Meißen News
Am 12. September beginnen die Weinhoheiten mit der Lese im historischen Weinberg in Meißen. Daraus soll ein Wein für ihre Nachfolgerinnen entstehen.

Die 37. Sächsischen Weinhoheiten sollen am 12. September im historischen Weinberg am Schwalbennest in Meißen gemeinsam Traminer lesen. Das teilte der Weinbauverband mit. Damit wird eine besondere Tradition des sächsischen Weinbaus wieder aufgenommen: Aus dem bisherigen „Weinberg der Sächsischen Weinkönigin“ werde künftig der „Weinberg der Sächsischen Weinhoheiten“.

Der daraus entstehende Wein solle von der Winzergenossenschaft Meißen ausgebaut werden und im kommenden Jahr die 38. Sächsischen Weinhoheiten durch ihre Amtszeit begleiten. Der Weinberg wurde bereits 1997 am Schwalbennest gegründet. Unter der Regie des damaligen Präsidenten des Weinbauverbandes Sachsen, Dr. Heino Blawitzki, sei die Fläche zum Amtssitz der Sächsischen Weinhoheiten geworden. Blawitzki habe den Weinberg über viele Jahre als „Hüter des königlichen Weinberges“ begleitet und sei Mitglied der Winzergenossenschaft Meißen gewesen.

Die Idee sei von Beginn an mehr gewesen als ein symbolischer Ort. Die Sächsische Weinkönigin sollte den Weinbau nicht nur bei Terminen vertreten, sondern ihn auch praktisch kennenlernen. Dazu hätten Arbeiten im Weinberg, die Entwicklung der Reben, die Lese und der spätere Wein gehört. Aus den Trauben der Rebfläche sei ein eigener Königinnenwein für die Repräsentationsaufgaben der Sächsischen Weinhoheiten entstanden. Die Fläche werde bis heute bewirtschaftet. In den Hintergrund geraten sei jedoch die ursprüngliche Tradition, den Weinberg direkt mit der Arbeit der Weinhoheiten zu verbinden.

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Die Winzergenossenschaft Meißen bleibe Eigentümerin der Rebfläche und übernehme auch künftig eine zentrale Rolle. Sie stelle den Weinberg für das Projekt zur Verfügung und baue den Wein aus der diesjährigen Traminerlese anschließend aus. Mit der Neuausrichtung des Amtes solle der historische Weinberg nun wieder enger mit den Weinhoheiten verbunden werden. Künftig sei er nicht mehr nur der amtierenden Weinkönigin zugeordnet, sondern Königin und Prinzessinnen gemeinsam.

Maria Lehmann aus dem Arbeitskreis Weinhoheiten des Weinbauverbandes Sachsen sagte, die Weinhoheiten sollten den sächsischen Wein nicht nur repräsentieren, sondern auch verstehen, was im Laufe eines Weinjahres im Weinberg geschehe. Deshalb solle die Tradition nicht einfach zurückgeholt, sondern gemeinsam weiterentwickelt werden. Die praktische Bewirtschaftung übernehme Winzer Johannes Schneider. Gemeinsam mit ihm sollen die amtierenden Weinhoheiten die Rebfläche künftig durch das ganze Jahr begleiten, verschiedene Arbeiten kennenlernen und Schritt für Schritt auch in Entscheidungen rund um Weinberg, Trauben und den späteren Wein einbezogen werden.

 Die historische Weinbergshütte oberhalb der Rebfläche sei längere Zeit kaum noch als Ort der Sächsischen Weinhoheiten präsent gewesen. Unter maßgeblicher Initiative der 31. Sächsischen Weinkönigin Lisa Leinemann sei begonnen worden, das Gebäude gemeinsam mit weiteren Unterstützern wieder herzurichten und stärker zu nutzen. Damit verbinde sich nun die Rückkehr des Schwalbennests als historischer Ort mit der Wiederaufnahme der ursprünglichen Weinbergstradition.

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