Logo Die Sachsen News

Windpark Paußnitz: Strehla sagt einstimmig Nein

Weiße Windenergieanlage mit drei Rotorblättern auf einem Feld vor Himmel
Eine Windenergieanlage vom Typ Nordex N163/6.X in Salzkotten. In Paußnitz sind Anlagen des größeren Schwestermodells N175 geplant. Foto: Vinaceus/Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Від: Meißen News
Sechs Windräder mit 286,5 Metern Höhe will Sabowind bei Paußnitz bauen. Doch der Strehlaer Stadtrat hat jetzt einstimmig abgelehnt. Nun ist das Landratsamt am Zug.

Strehla. Der Stadtrat von Strehla hat dem geplanten Windpark Paußnitz erneut eine Absage erteilt. In einer Sondersitzung am 12. Oktober hat er das gemeindliche Einvernehmen einstimmig versagt. Das bestätigte Hauptamtsleiter Robert Wölk auf Anfrage von Meißen News  (diesachsen.de).

Die Firma Sabowind will im Strehlaer Ortsteil sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von 286,5 Metern errichten. Über diesen Antrag hat der Stadtrat nun entschieden. Aus Sicht von Verwaltung und Stadtrat sind Versagungsgründe nach Paragraf 36 des Baugesetzbuches einschlägig. „In der Kurzfassung sind Mindestabstände nicht eingehalten, Umwelteinflüsse überschreiten Grenzwerte, die historische Stadtsilhouette wird nachhaltig beeinträchtigt und die heimische Tier- und Vogelwelt geschädigt“, so Wölk. Das sei nur ein Auszug. Details sollen im Sitzungsprotokoll nachzulesen sein, sobald es veröffentlicht ist.

Schon am 14. April hatte der Stadtrat das Einvernehmen verweigert, wie aus Sitzungsberichten hervorgeht. Die Beschlussvorlage dazu steht im Amtsblatt der Stadt Strehla. Im September beauftragten die Stadträte die Verwaltung, mögliche Gründe für eine erneute Ablehnung zu prüfen.

Die Versagung wurde dem Landratsamt Meißen nach Angaben der Stadt fristgerecht übermittelt. Das Landratsamt führt das Genehmigungsverfahren und entscheidet über den Windpark.