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Von Wasserstoff bis Satellitentechnik: Meißner Delegation in Baden-Württemberg

Von Wasserstoff bis Satellitentechnik: Meißner Delegation in Baden-Württemberg
Gruppenfoto an der Wasserstofftankstelle „Hy.Waiblingen“. Foto: Landratsamt Meißen
Eine Delegation aus dem Landkreis Meißen hat Anfang Oktober den Partnerlandkreis Rems-Murr in Baden-Württemberg besucht. Bei dem dreitägigen Treffen ging es um kommunale Herausforderungen, Landwirtschaft, Wasserstofftechnologie und Satellitenkommunikation.

Eine Delegation aus dem Landkreis Meißen hat Anfang Oktober den Partnerlandkreis Rems-Murr in Baden-Württemberg besucht. Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens standen der kommunalpolitische Austausch, gemeinsame Herausforderungen der Verwaltungen sowie Einblicke in innovative Technologien. Das teilte das Landratsamt Meißen mit.

Anlass des diesjährigen Partnerschaftstreffens war der Besuch des Landwirtschaftlichen Hauptfestes auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart. Die Veranstaltung gilt als Süddeutschlands größte Fachmesse für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Erstmals präsentierten sich die Region Rems-Murr und die Region „MEISSNER LAND“ dort gemeinsam an einem überregionalen Messestand.

Zur Delegation aus dem Landkreis Meißen gehörten Kreisrätinnen und Kreisräte, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Landkreis Meißen, Albrecht Hellfritzsch, die Erste Beigeordnete Janet Steinbach-Putz sowie Mitarbeitende der Kreisverwaltung.

Das Treffen bot zugleich Gelegenheit für einen internationalen Erfahrungsaustausch. Neben Vertretern der beiden deutschen Partnerlandkreise nahmen auch Gäste aus dem französischen Département Jura und von der Universität Pécs in Ungarn teil.

Ein Schwerpunkt des Besuchs war der kommunalpolitische Austausch im Landratsamt in Waiblingen. Dort beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Haushaltskonsolidierung im Rems-Murr-Kreis, der Digitalisierung der Verwaltung und dem Neubau der Integrierten Leitstelle.

Dabei zeigte sich, dass die Kommunen in verschiedenen europäischen Regionen vor ähnlichen Problemen stehen. Steigende Aufgaben und Kosten treffen auf begrenzte finanzielle Mittel. Hinzu kommen der Fachkräftemangel, wachsende Erwartungen an digitale Verwaltungsleistungen und die Anforderungen an einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz.

Auch die Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz spielte bei den Gesprächen eine Rolle. Pascal Dölle, Kreisbrandmeister des Rems-Murr-Kreises, berichtete über den laufenden Neubau der Integrierten Leitstelle und den bisherigen Erfahrungsaustausch mit dem Landkreis Meißen.

Bereits im April hatte eine Delegation aus dem Rems-Murr-Kreis das neue Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz in Glaubitz besucht. Landrat Ralf Hänsel und Kreisbrandmeister Thomas Fischer hatten die Gäste damals vor Ort empfangen. Der Landrat des Rems-Murr-Kreises, Richard Sigel, bedankte sich während des aktuellen Treffens für die Einblicke, die seine Delegation bei der Besichtigung gewonnen hatte.

Neben den kommunalpolitischen Gesprächen standen mehrere Unternehmens- und Projektbesuche auf dem Programm. So fuhren die Teilnehmer mit einem Brennstoffzellenbus und besichtigten das Wasserstoffprojekt „Hy.Waiblingen“.

In Waiblingen soll ein regionales Wasserstoffökosystem entstehen, das auf lokal erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien basiert. Dazu gehört auch eine Wasserstofftankstelle. Die Delegation konnte sich bei ihrem Besuch über das Vorhaben und den Einsatz der Technologie im öffentlichen Verkehr informieren.

Ein weiterer Programmpunkt führte die Gäste nach Backnang. Dort besichtigten sie den Showroom des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation (DeSK). Anschließend stand ein Unternehmensbesuch bei TESAT-Spacecom auf dem Programm.

Damit reichte das Themenspektrum des Partnerschaftstreffens von der Landwirtschaft über kommunale Finanzen und den Katastrophenschutz bis hin zu Wasserstoff- und Satellitentechnologien.

Der dreitägige Besuch diente dazu, die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Meißen und dem Rems-Murr-Kreis fortzusetzen und Erfahrungen zu Themen auszutauschen, die beide Verwaltungen beschäftigen.