Nicht der Osterhase, sondern eine Nilgans mit ihren Küken hat am Samstagnachmittag in der Meißner Altstadt für Aufsehen gesorgt. Besorgte Bürger informierten die Rettungsleitstelle, nachdem sich die Tiere in der Nähe der Frauenkirche verirrt hatten und offenbar keinen sicheren Weg zurück zum Wasser fanden. Das teilte die Feuerwehr mit.
Die alarmierten Einsatzkräfte sammelten die kleine Gänsefamilie behutsam ein. Zum Transport nutzten sie Katzentransportboxen, um die Jungtiere zu sichern und Stress zu vermeiden. Anschließend wurden die Tiere an die Elbe gebracht und dort in einem geeigneten Uferbereich wieder freigelassen.
Nilgänse stammen ursprünglich aus Afrika, haben sich jedoch seit einigen Jahrzehnten auch in Deutschland stark ausgebreitet. Als nicht heimische Art sind sie heute vielerorts an Flüssen, Seen und in Parks anzutreffen – zunehmend auch in Städten. Gerade mit Nachwuchs kommt es immer wieder vor, dass Nilgänse ungeeignete Wege einschlagen oder sich in bebauten Bereichen verirren. Da die Küken noch nicht flugfähig sind, sind sie auf sichere Laufwege zum Wasser angewiesen. Einsätze dieser Art sind daher keine Seltenheit.