Großenhain verbessert die Notfallversorgung im ländlichen Raum und lässt vier neue automatisierte externe Defibrillatoren an Feuerwehrgerätehäusern in den Ortsteilen Bauda, Strauch, Walda-Kleinthiemig und Zabeltitz installieren. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Die Geräte sollen in Kürze in wettergeschützten Wandschränken angebracht und anschließend rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein. Die Beschaffung koste 10.727,42 Euro und werde mit 60 Prozent aus der Förderrichtlinie Leader unterstützt, wie die Behörde mitteilte. Auftragnehmer für die Lieferung sei die Herzkönig Medizintechnik GmbH aus Lübeck. Zu den Geräten gehörten auch Rettungssets und Hinweisschilder.
Nach Angaben der Stadt soll das Vorhaben die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Notfällen vor allem außerhalb der Kernstadt erhöhen. Dort könnten wegen längerer Anfahrtswege des Rettungsdienstes die ersten Minuten entscheidend sein. Die Defibrillatoren sollen es auch medizinischen Laien ermöglichen, im Ernstfall schnell Erste Hilfe zu leisten und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach sagte, mit den neuen Defibrillatoren entstehe ein zusätzliches Sicherheitsangebot für die Menschen in den Ortsteilen. Die Geräte könnten im Ernstfall wertvolle Minuten schenken und damit Leben retten. Zugleich werde die medizinische Infrastruktur im ländlichen Raum gestärkt.