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Stadtumbau: Großenhain will Waldsiedlung am Kupferberg neu aufstellen

Landschaft und Bebauung am Kupferberg in Großenhain
Blick auf den Kupferberg in Großenhain. Foto: Romzig/Wikimedia Commons, CC0
Hunderte leere Wohnungen, Sanierungsstau, alternde Mieter: Für das Plattenbauviertel liegt jetzt ein Konzept auf dem Tisch. Was danach kommen soll, könnte das Gesicht der Siedlung verändern.

Großenhain. Die Stadt Großenhain will die Waldsiedlung am Kupferberg mit Städtebaufördermitteln umbauen. Dafür hat die Stadtverwaltung dem Stadtrat für seine Sitzung am 7. Oktober zwei Beschlussvorlagen vorgelegt: die Festlegung des Gebiets als Stadtumbaugebiet und ein städtebauliches Entwicklungskonzept in der Fassung vom August. Ein offizielles Abstimmungsergebnis liegt bislang nicht vor.

Die Großwohnsiedlung aus den 1980er Jahren besteht aus sechsgeschossigen Plattenbauten vom Typ IW 74. Das Gebiet wird vom Rostigen Weg im Norden und der Weßnitzer Straße im Südwesten begrenzt. Laut Vorlage stehen bei der Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft 250 Wohnungen leer, bei der Wohnungsgenossenschaft Großenhain und Umgebung 150. Hinzu kommen eine alternde Bewohnerschaft, ein wachsender Sanierungsstau, fehlende Barrierefreiheit und veraltete Grundrisse.

Bereits am 18. März hatte der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zur Entwicklung des Wohnstandorts gefasst. Das Entwicklungskonzept hat die STEG Stadtentwicklung GmbH gemeinsam mit Verwaltung und beiden Wohnungsunternehmen erarbeitet. Es setzt unter anderem auf den Umbau des Bestands, Rückbau an nicht nachgefragten Standorten, die Wiedernutzung von Brachen und klimaangepasste Freiflächen.

Beide Beschlüsse sind Voraussetzung, um das Gebiet neu für das Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebendige Quartiere gestalten“ anzumelden. Gibt es Zustimmung und Fördergeld, soll als nächster Schritt ein städtebaulicher Wettbewerb folgen. Bewohner sollen laut Vorlage frühzeitig und fortlaufend informiert werden.