S 169: Bahnbrücke bei Krippen wird überwacht
Krippen. An der Bahnbrücke der Staatsstraße 169 bei Krippen beginnen am 26. Oktober Arbeiten zur Installation eines dauerhaften Überwachungssystems. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mit. Die Brücke gehört zu insgesamt 19 Spannbetonbrücken in Sachsen, bei denen Spannstahl verbaut wurde, der anfällig für Spannungsrisskorrosion ist.
Im Rahmen bisheriger Untersuchungen wurden an der Brücke Proben von Spannstahl, Verpressmörtel und Beton entnommen und ausgewertet. Die Ergebnisse machen nach Angaben des Landesamtes eine kontinuierliche Überwachung des Bauwerks erforderlich.
Dafür wird eine sogenannte Schallemissions-Messanlage (SEM-Anlage) installiert. Mit dieser Technik lassen sich akustische Signale im Bauwerk erfassen, die beispielsweise bei Rissen oder Brüchen von Spannstahl entstehen können. Die Messdaten sollen dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Zustand der Brücke laufend zu beurteilen.
Für die Installation der Messtechnik kommt ein Brückenuntersichtgerät zum Einsatz. Damit können die Fachleute auch schwer zugängliche Bereiche unterhalb des Bauwerks erreichen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Mitte November abgeschlossen sein.
Während der Installation bleibt die S 169 befahrbar. Allerdings wird die Fahrbahn im Bereich der Brücke halbseitig gesperrt. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr an der Baustelle vorbei. Die bisherige Verkehrsführung sowie die bereits geltenden Beschränkungen für die Brücke bleiben unverändert.
Die Kosten für die Installation und die anschließende mehrjährige Überwachung belaufen sich auf insgesamt rund 250.000 Euro. Finanziert wird die Maßnahme vom Freistaat Sachsen aus Haushaltsmitteln. Die Überwachung ist Teil der laufenden Untersuchungen an sächsischen Spannbetonbrücken mit spannungsrissgefährdetem Spannstahl. Weitere Informationen dazu veröffentlicht das Landesamt auf seiner Internetseite unter Brücken in Sachsen.