Rund 100 Beteiligte proben den Ernstfall bei Wacker Nünchritz
Wenn mehrere Einsatzlagen gleichzeitig auftreten, zählt vor allem eines: klare Abstimmung. Das haben am 24. September rund 100 Beteiligte bei der jährlichen Großübung am WACKER Standort Nünchritz trainiert – gemeinsam mit Werkfeuerwehr, internen Einheiten, externen Einsatzkräften und Behörden des Landkreises Meißen. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Die Übung umfasste zwei Szenarien: einen Produktaustritt und einen Brand. Die Einsatzkräfte bekämpften Emissionen, stellten den Brandschutz sicher und brachten verletzte Personen in Sicherheit. Außerdem leisteten sie Erste Hilfe und betreuten die Betroffenen bis zur weiteren Versorgung. Michael Witt, Leiter der WACKER Werkfeuerwehr am Standort Nünchritz, erklärt: „Die jährliche Großübung ist ein wichtiger Baustein unseres Sicherheitskonzeptes am Standort Nünchritz. In diesem Jahr stand besonders das Zusammenspiel mehrerer Einsatzlagen und Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten im Ernstfall wissen, was zu tun ist, und dass die Abstimmung zwischen internen und externen Kräften funktioniert.“
Insgesamt waren am Donnerstag rund 100 Beteiligte im Einsatz. Neben der Wacker Werkfeuerwehr waren interne Einheiten des Standortes sowie externe Einsatzkräfte und Behörden an der Großübung beteiligt; darunter rund 50 Kräfte der freiwilligen Feuerwehren aus Leckwitz, Nünchritz, Grödel, Glaubitz, Goltzscha, Merschwitz und Roda.
Landkreis koordiniert größere Einsatzlage
Das Übungsszenario war in diesem Jahr so angelegt, dass für die angenommene Einsatzlage die vorgesehenen übergeordneten Führungs- und Koordinierungsstrukturen greifen. Deshalb wurde das Amt für Brand-,
Katastrophenschutz und Rettungswesen des Landkreises Meißen eingebunden. Bei Ereignissen dieser Größenordnung liegt die übergeordnete Einsatzkoordination beim Landkreis. Dort werden Informationen zur Lage sowie zusätzliche Anforderungen gebündelt, bewertet und an die beteiligten Kräfte weitergegeben.
Thomas Fischer, Kreisbrandmeister vom Landkreis Meißen, sagt: „Die Übung hat gezeigt, wie wichtig abgestimmte Führungsstrukturen bei größeren Einsatzlagen sind. Wenn Werkfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren und Landkreis eng zusammenarbeiten, entsteht im Ernstfall schnell ein gemeinsames Lagebild. Das hilft, Entscheidungen zügig zu treffen, Kräfte gezielt einzusetzen und Betroffene schneller zu versorgen.“
Nach Abschluss der Übung würdigte der stellvertretende Wacker Werkleiter Muhamed Slomic den Einsatz aller Beteiligten und die erfolgreiche Durchführung: „Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Beteiligten, die diese Großübung mit hoher Professionalität vorbereitet und umgesetzt haben. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unseres Standortes und der Region.“