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Meißner Delegation tankt Ideen im Partnerkreis Rems-Murr

Gruppe von rund 25 Menschen vor einem Wasserstoffbus an einer Tankstelle mit Schild Wasserstoff echt grün aus Waiblingen
Die Delegation aus dem Landkreis Meißen und ihre Gastgeber an der Wasserstofftankstelle in Waiblingen. Foto: Landratsamt Meißen
Drei Tage war eine Delegation aus dem Landkreis Meißen im Rems-Murr-Kreis unterwegs. Sie fuhr Wasserstoffbus und stellte fest, dass andere Landkreise dieselben Sorgen haben.

Meißen. Busfahren mit Wasserstoff, Satellitentechnik und ein Blick in fremde Kassen: Eine Delegation des Landkreises Meißen hat Anfang Oktober drei Tage lang den Partnerlandkreis Rems-Murr in Baden-Württemberg besucht. Mit dabei waren die Erste Beigeordnete Janet Steinbach-Putz, Kreisrätinnen und Kreisräte, Albrecht Hellfritzsch als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Landkreis Meißen sowie Mitarbeitende der Verwaltung.

Anlass war das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, nach Angaben des Landratsamts Süddeutschlands größte Fachmesse für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Dort präsentierten sich die Region Rems-Murr und das „Meissner Land“ erstmals überregional an einem gemeinsamen Stand. Zum europäischen Austausch waren außerdem Gäste aus dem französischen Département Jura und von der Universität Pécs in Ungarn angereist.

Im Landratsamt in Waiblingen ging es um Themen, die Landkreise in ganz Europa umtreiben: Haushaltskonsolidierung, digitale Verwaltung und den Neubau der Integrierten Leitstelle. Steigende Aufgaben und Kosten bei knappem Geld, Fachkräftemangel und der Bevölkerungsschutz seien Herausforderungen weit über regionale und nationale Grenzen hinaus, so das Fazit.

Kreisbrandmeister Pascal Dölle berichtete vom Bau der neuen Leitstelle und vom Erfahrungsaustausch im Landkreis Meißen. Im April hatten Landrat Ralf Hänsel und Kreisbrandmeister Thomas Fischer Gäste aus Rems-Murr im neuen Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz in Glaubitz empfangen. Rems-Murr-Landrat Dr. Richard Sigel bedankte sich für die Eindrücke von damals.

Mit einem Brennstoffzellenbus fuhr die Delegation zur Wasserstofftankstelle des Projekts „Hy.Waiblingen“. In Waiblingen soll ein grünes, regionales Wasserstoffsystem entstehen, gespeist mit Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort. Zum Abschluss besichtigten die Gäste den Showroom des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation und das Satellitentechnik-Unternehmen Tesat-Spacecom in Backnang.