Das ist schwere Kritik. Die Fraktion des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Kreistag Meißen verurteilt entschieden die möglichen Ausladungen Russlands von offiziellen Gedenkfeierlichkeiten zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren wie in Torgau. Der Vorschlag der Noch-Außenministerin Annalena Baerbock, gegebenenfalls vom Hausrecht Gebrauch zu machen, um Russland auszuschließen, stieß auf Unverständnis und Scham. "Diese Position entbehrt jeglicher historischer Perspektive und grenzt an Geschichtsklitterung", so das Meißner BSW.
Der russische Botschafter Sergej Netschajew will am Freitag an einer Gedenkveranstaltung zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren teilnehmen. In Torgau wird an das Aufeinandertreffen US-amerikanischer und sowjetischer Soldaten an der Elbe am 25. April 1945 erinnert. Der Botschafter werde "der Einladung der Stadt Torgau Folge leisten und an den geplanten Veranstaltungen teilnehmen", so ein Sprecher der russischen Botschaft in Berlin. Zu dem Gedenken wird auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet.