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Die B 101-Brücke bei Großenhain wird teurer

Neue Brücke der B 101 über die Bahnstrecke bei Großenhain, davor Gleise, Baumaterial und ein Kran
Die neue Brücke der B 101 über die Bahnstrecke bei Großenhain. Foto: LASuV
Die neue Brücke über die B 101 bei Großenhain kostet jetzt 7,5 statt rund 6,8 Millionen Euro. Schuld ist der Boden.

Ein Bericht von Ulf Mallek

Großenhain. Der Baugrund macht die neue B 101-Brücke teurer. Jetzt liegen die Baukosten liegen bei 7,5 Millionen Euro, bisher war von rund 6,8 Millionen Euro die Rede. Das teilt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage von Meißen News mit.

Rund 700.000 Euro mehr ergeben sich laut Lasuv aus dem tatsächlich vorgefundenen Baugrund. Die Mehraufwendungen führen auch zu einer längeren Bauzeit und zu damit verbundenen Kosten. Die Brücke über die Bahnstrecke Dresden–Berlin zwischen Großenhain und Priestewitz sollte ursprünglich schon Ende Oktober 2026 für den Verkehr freigegeben werden.

Der Rohbau steht aber bereits. Mitte Oktober wurde der Betonaufbau der Brücke ergänzt, damit ist ihr Rahmen geschlossen. Die Träger sind mit den Widerlagern verbunden. Auch die Stützwände auf der Großenhainer und der Priestewitzer Seite sind fertig. Derzeit wird dort die Schalung entfernt, danach werden die Wände hinterfüllt.

Baustelle der neuen B 101-Brücke bei Großenhain mit Kränen

Blick auf die Baustelle der neuen Brücke. Foto: LASuV

Im November steht die Abdichtung an. Anschließend folgen die Kappen mit Radweg und Geländer. Verfüllung, Erdarbeiten und Böschungstreppen sind für die Wintermonate vorgesehen. Danach wird die Schlepp-Platte gebaut, die den Übergang zwischen Brücke und Straßendamm bildet. Den Damm hat das Lasuv für den neuen Radweg bereits verbreitert. Zum Schluss werden der Straßenbau abgeschlossen sowie Geländer, Markierung und Schutzeinrichtungen angebracht. Gearbeitet wird auch im Winter, solange das Wetter es zulässt.

Die Freigabe im Frühjahr 2027 gilt nach derzeitigem Stand weiterhin. Der tatsächliche Termin hängt laut Lasuv von der Witterung im Winter ab. Bis dahin bleibt die bisherige Umleitung bestehen. Auf der Bahnstrecke wird es Teilsperrungen geben, die mit der Bahn abgestimmt werden.

Die alte Brücke stammte von 1979 und war mit Hennigsdorfer Spannstahl gebaut worden, so wie die eingestürzte Carolabrücke in Dresden. Wegen ihres schlechten Zustands musste sie im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen werden. Untersuchungen hatten erhebliche, fortschreitende Schäden am Überbau und eine fehlende Standsicherheit ergeben. Seit 2025 entsteht an gleicher Stelle die neue Brücke.

Mehr zum Bauablauf gibt es im Bautagebuch und in den Fragen und Antworten des Lasuv zur B 101-Brücke bei Großenhain.