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Deich in Kaditz wird verstärkt und erhöht

Deich in Kaditz wird verstärkt und erhöht
Hochwasserschutzdeich an der Elbe in Dresden-Kaditz wird erhöht. Foto: Landestalsperrenverwaltung Sachsen/Elisabeth Ludwig)
In Dresden-Kaditz starten am 12. Oktober die Bauarbeiten am Hochwasserschutzdeich. Der Radweg am Elbufer wird dafür umgeleitet.

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen habe in dieser Woche mit bauvorbereitenden Maßnahmen am Hochwasserschutzdeich in Dresden-Kaditz begonnen, teilte die Behörde mit. Ab dem 12. Oktober starteten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Der Deich zwischen der Flügelwegbrücke und dem Einlauf der Kaditzer Flutrinne in die Elbe werde auf 1,3 Kilometern verstärkt, erhöht und teilweise mit einer aufgesetzten Mauer versehen.

Zusätzlich entstehe ein Deichverteidigungsweg, der später auch als Radweg genutzt werden könne und damit Teil des Elberadweges werde. Mit dem Projekt sollen Teile der Dresdner Stadtteile Kaditz und Mickten vor einem Hochwasser geschützt werden, das statistisch etwa einmal in 100 Jahren auftritt. Auch für die benachbarte Kläranlage sei ein höherer Schutz notwendig. Dieser werde in Kooperation mit der Stadtentwässerung Dresden umgesetzt.

Die Bauarbeiten sollten voraussichtlich bis Ende 2027 dauern und 4,1 Millionen Euro kosten. Finanziert werde das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Freistaats Sachsen. Während der Bauphase werde der vorhandene Elberadweg weiträumig umgeleitet. Die Landestalsperrenverwaltung bat um Verständnis. Die Arbeiten seien mit der Stadtentwässerung Dresden GmbH, der SachsenEnergie, dem Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Dresden und einer ökologischen Baubegleitung abgestimmt.

Die SachsenEnergie errichte im Bereich des Deiches technische Infrastruktur für das geplante Flusswasserwerk. Zur Vorbereitung des Projekts seien in der vegetationsarmen Zeit bereits 12 Bäume gefällt worden. Die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur erfolgten in Abstimmung mit der Stadt Dresden. Hintergrund ist, dass vor allem die Hochwasser im August 2002 und im April 2006 am Deich in Dresden-Kaditz erhebliche Schäden verursacht hätten. Eine Zustandsanalyse habe dringenden Sanierungsbedarf festgestellt, vor allem wegen der Standsicherheit und des fehlenden Deichverteidigungswegs. Zudem sei empfohlen worden, den Deich so zu erhöhen, dass das angestrebte Schutzziel HQ100 erreicht werde.

Bereits von August 2010 bis Juli 2014 habe die Landestalsperrenverwaltung eine neue Hochwasserschutzlinie zwischen dem Ballhaus Watzke und der Autobahnbrücke A4 in Altkaditz gebaut. Sie sei mehr als vier Kilometer lang und bestehe aus drei Abschnitten.