Coswig sieht die Friedewald-Trasse nach Dresden kritisch
Coswig. Die geplante Elbe-Oberlausitz-Leitung rückt den Friedewald in den Fokus. Die Stadt Coswig begrüßt eine frühzeitige Prüfung des 380-kV-Vorhabens. Sie verlangt aber einen ergebnisoffenen Vergleich aller Trassenvarianten auf gleicher Datengrundlage. Das berichtete die Stadt Coswig.
Besonders kritisch sieht die Stadtverwaltung die Trassenalternative E durch den Friedewald. Der Wald ist für Coswig Naherholungsgebiet und zusammenhängender Naturraum. Eine Freileitung mit Masten bis zu 70 Meter Höhe würde ihn stark verändern. Die Stadt nennt einen Verlust von mindestens 20 Hektar Waldfläche. Hinzu kämen Eingriffe ins Landschaftsbild, die Querung des FFH-Gebiets „Teiche und Gründe im Friedewald“ und mögliche Folgen für die Frischluftzufuhr nach Coswig. Für Alternative E fehlen laut Stadt noch Kartierungen. Eine abschließende Bewertung sei deshalb derzeit nicht möglich.
Coswig fordert deshalb auch eine Prüfung der technischen Ausgestaltung. Dazu gehören eine partielle Erdverkabelung in sensiblen Bereichen und die Bündelung mit bestehenden Energie- und Verkehrswegen. 50Hertz plant gemeinsam mit SachsenNetze die Anbindung an das Höchstspannungsnetz. Für den Abschnitt West soll ein Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Laut 50Hertz ist die Einreichung der Unterlagen für 2028 vorgesehen.