Baustart für neuen Geh- und Radweg in Radeburg
In Radeburg beginnen am 20. April die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt des neuen Geh- und Radweges entlang der Staatsstraße S 91. Betroffen ist ein kurzer innerörtlicher Abschnitt zwischen der Straße „Am Rödergraben“ und dem Wohngebiet „Nieder-Hufen“. Mit dem Neubau soll die Anbindung des Wohngebietes Nieder-Hufen verbessert und der Fuß- und Radverkehr sicherer geführt werden. Der Abschluss der Arbeiten ist nach aktueller Planung für Juni 2026 vorgesehen. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit.
Während der Bauzeit wird die S 91 im Baustellenbereich halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mittels Ampelanlage an der Baustelle vorbeigeführt. Eine großräumige Umleitung ist nach Angaben der Projektverantwortlichen nicht vorgesehen. Verkehrsteilnehmende müssen jedoch mit temporären Wartezeiten und Einschränkungen im unmittelbaren Umfeld der Arbeiten rechnen.
Das Vorhaben ist Teil eines größeren Projekts: Der Freistaat Sachsen plant im Rahmen seines 100‑Kilometer‑Radwegeprogramms den Neubau eines durchgehenden Geh- und Radweges entlang der S 91 zwischen Radeburg und Oberrödern. Um einzelne Verbesserungen schneller umzusetzen, ist das Gesamtprojekt in zwei Abschnitte gegliedert. Durch diese Aufteilung kann die Anbindung von Nieder-Hufen deutlich früher realisiert werden, noch bevor der zweite Abschnitt baureif ist.
Für den zweiten, außerörtlichen Abschnitt zwischen „Nieder-Hufen“ und dem Ortseingang Rödern läuft derzeit die Genehmigungsplanung. Das erforderliche Baurecht soll über ein Planfeststellungsverfahren bei der Landesdirektion Sachsen geschaffen werden. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens können die nächsten Schritte für den Bau außerhalb der Ortslage folgen.
Die Baukosten für den ersten Abschnitt werden mit rund 112.000 Euro beziffert. Finanziert wird das Projekt anteilig durch die Stadt Radeburg sowie mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.