Anlieger fordern Verkehrsberuhigung für Görnische Gasse in Meißen
In der Görnischen Gasse in Meißen wächst der Wunsch nach einer deutlichen Verkehrsberuhigung. Das teilte der Porzellankünstler und Atelierinhaber Olaf Fieber auf der Stadtratssitzung Ende Mai mit. Während derzeit der zweite Abschnitt der Straße saniert wird, fordern Anlieger – darunter zahlreiche Künstler, Galeristen und Gewerbetreibende – eine klare Einschränkung des Durchgangsverkehrs nach Abschluss der Bauarbeiten. Die Gasse ist ein zentraler Abschnitt des Porzellanweges zwischen Altstadt und Manufaktur.
Fieber betonte, die Görnische Gasse sei „keine klassische Durchgangsstraße“, sondern ein historischer Stadtraum mit kultureller Identität und touristischer Bedeutung. Die Aufenthaltsqualität müsse künftig stärker im Mittelpunkt stehen. Auch die häufig angeführte Parkplatzproblematik sei aus seiner Sicht nicht mehr aktuell: Rund 50 neue Stellplätze seien in den vergangenen Jahren entstanden, hinzu kämen das Parkhaus der Sparkasse sowie weitere Parkmöglichkeiten am Jüdenberg und im Umfeld der Altstadt.
Die Anlieger verweisen zudem auf die hohe Nutzung der Gasse bei kulturellen Veranstaltungen. Vom Frühling bis in die Weihnachtszeit fänden nahezu jedes Wochenende Events statt, die zeigten, wie stark der Bereich von Meißnerinnen, Meißnern und Gästen angenommen werde. Eine Verkehrsberuhigung könne diesen Charakter weiter stärken.
Unterstützung erhält die Initiative von der U.L.M.-Fraktion. Stadtrat Holger Metzig erklärte, eine veränderte Verkehrsführung könne die Görnische Gasse zu einem der „prägendsten Stadträume Meißens“ entwickeln – mit Außengastronomie, kulturellen Angeboten, Ruhezonen und neuen Begegnungsorten. Die Entscheidung über mögliche Maßnahmen liegt nun bei Verwaltung und Stadtrat.