Der Verteilnetzbetreiber SachsenNetze beginnt am Montag, 17. August, mit einer umfassenden digitalen Vermessung seiner Netzinfrastruktur. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ziel ist es, Leitungen, Anlagen und örtliche Gegebenheiten künftig präziser planen zu können und den Netzbetrieb effizienter zu gestalten. Das Verfahren nennt sich Mobile Mapping.
Ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug fährt dafür durch das gesamte Netzgebiet, auch den Landkreis Meißen, und erstellt ein hochgenaues 3D‑Abbild der Umgebung. Jeder Bildpunkt wird georeferenziert, also mit exakten Raumkoordinaten versehen. So entsteht ein digitales Modell, in dem Entfernungen, Höhen und Abstände messbar sind. Videos werden nach Angaben des Unternehmens nicht aufgezeichnet.
SachsenNetze betont, dass die neue Technik Planungsprozesse deutlich erleichtern soll. Wenn etwa neue Mittelspannungskabel verlegt werden müssen, können Planer künftig vom Schreibtisch aus erkennen, wo Laternen, Bäume, Stromkästen oder andere Versorgungsleitungen stehen. Vor‑Ort‑Termine sollen dadurch reduziert werden. Auch im Netzbetrieb – etwa bei der Schadensbeseitigung im öffentlichen Verkehrsraum – soll das digitale Modell für schnellere Entscheidungen sorgen.