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Krönung in Meißen: Eine 19-Jährige wird neue sächsische Weinkönigin

Krönung in Meißen: Eine 19-Jährige wird neue sächsische Weinkönigin
Die drei neuen sächsischen Weinhoheiten v.l.n.r.: WeinprinzessinJ osephine Sander (20), Weinkönigin Luise Puhlmann (19) undWeinprinzessin: Jessica Löffner (36). Foto: Ulf Mallek
Von: Meißen News
In Meißen wurden Weinkönigin und zwei Weinprinzessinenen gekürt. Sieben Kandidaten stellten sich der Fachjury – ein überarbeitetes Wahlformat feierte Premiere.

Ein Bericht von Ulf Mallek

Die Sonne lachte und der Wein im Glas funkelte. Beste Bedingungen für den neuen Anlauf. Nach dem Ausfall im Vorjahr aufgrund interner Schwierigkeiten, wurden am Montagnachmittag wieder eine sächsische Weinkönigin und zwei Weinprinzessinnen gewählt. Moderiert wurde die Wahl von Lisa Leinemann, der 31. sächsischen Weinkönigin.

Insgesamt sieben Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich der Fachjury gestellt. Sie mussten vier verschiedene Aufgaben bewältigen – darunter Fachfragen und die sensorische Bestimmung eines Weins. Der Vorsitzende des Weinbauverbands, Felix Hößelbarth, sprach von einer „Rückkehr zur Normalität“ nach dem Krisenjahr 2025, in dem keine Wahl stattgefunden hatte. Ein neu gegründeter Arbeitskreis habe das Format überarbeitet. Das Ergebnis sei ein Rekord an Bewerbungen, aus denen sieben Finalisten hervorgingen.

Maria Lehmann, Winzerin aus Diesbar‑Seußlitz und Mitglied des Arbeitskreises, betonte die Bedeutung von Authentizität und guter Vorbereitung. Neu sei ein Patenschaftsmodell, das jede Bewerberin und jeden Bewerber begleitet. Auch Social‑Media‑Training gehöre inzwischen dazu. Zudem sei das Amt nicht mehr auf ein Geschlecht beschränkt – erstmals trat ein männlicher Bewerber an.

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Die Krönung übernahmen Landrat Ralf Hänsel, Coswigs Oberbürgermeister Thomas Schubert und CDU‑Landtagsabgeordnete Daniela Kuge. Hänsel sorgte mit einem humorvollen Geständnis für Heiterkeit: Sein früher genannter Favorit, der Grauburgunder, sei „falsch gewesen“ – er bevorzuge liebliche Weine wie Grünschnabel oder Eiswein. Kuge berichtete, sie wäre früher gern selbst Weinkönigin geworden. Schubert bezeichnete den Termin als „tief entspannte Arbeitszeit“.

Die Jury wählte diese neuen Weinhoheiten:

  • als Sächsische Weinkönigin: Luise Puhlmann (19), Abiturientin aus Radebeul, stammt aus einer Winzerfamilie
  • als Sächsische Weinprinzessin: Josephine Sander (20), Winzer‑Auszubildende aus Hohenstein‑Ernstthal
  • als Sächsische Weinprinzessin: Jessica Löffner (36), Marketingstrategin aus Dresden.

Hinter den Kulissen galt der Sieg von Luise Puhlmann schon sehr früh als wahrscheinlich. Sie überzeugte die Jury bereits als erste Kandidatin. Ihr Fachwissen und ihre Ausstrahlung beeindruckte die Jury. Der einzige männliche Bewerber, Marco Stelter, konnte sich nicht durchsetzen. Uwe Reichel, Vorsitzender des Gewerbevereins, sagte dazu: „Das muss sich in den nächsten Jahren noch weiterentwickeln.“

Zum Abschluss gab Hößelbarth einen Ausblick auf die bevorstehende Weinernte. Trotz Hitze und Trockenheit könne 2026 ein „großer Jahrgang“ werden. Die Prognose liege bei rund 2,6 Millionen Litern, etwa zehn Prozent weniger als im Rekordjahr zuvor. Doch das Schwierige komme nach der Ernte: den Wein dann auch zu verkaufen. Hößelbarth: "Knapp drei Millionen  Liter Wein den vier Millionen Einwohnern in Sachsen zu verkaufen, sollte nicht so schwer sein, denkt man vielleicht. Ist es aber."

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