Ein Bericht von Ulf Mallek
Die Sonne lachte und der Wein im Glas funkelte. Beste Bedingungen für den neuen Anlauf. Nach dem Ausfall im Vorjahr aufgrund interner Schwierigkeiten, wurden am Montagnachmittag wieder eine sächsische Weinkönigin und zwei Weinprinzessinnen gewählt. Moderiert wurde die Wahl von Lisa Leinemann, der 31. sächsischen Weinkönigin.
Insgesamt sieben Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich der Fachjury gestellt. Sie mussten vier verschiedene Aufgaben bewältigen – darunter Fachfragen und die sensorische Bestimmung eines Weins. Der Vorsitzende des Weinbauverbands, Felix Hößelbarth, sprach von einer „Rückkehr zur Normalität“ nach dem Krisenjahr 2025, in dem keine Wahl stattgefunden hatte. Ein neu gegründeter Arbeitskreis habe das Format überarbeitet. Das Ergebnis sei ein Rekord an Bewerbungen, aus denen sieben Finalisten hervorgingen.
Maria Lehmann, Winzerin aus Diesbar‑Seußlitz und Mitglied des Arbeitskreises, betonte die Bedeutung von Authentizität und guter Vorbereitung. Neu sei ein Patenschaftsmodell, das jede Bewerberin und jeden Bewerber begleitet. Auch Social‑Media‑Training gehöre inzwischen dazu. Zudem sei das Amt nicht mehr auf ein Geschlecht beschränkt – erstmals trat ein männlicher Bewerber an.