Anhörung im Landtag: Berufliches Gymnasium Riesa vor dem Petitionsausschuss
Über den Erhalt des Beruflichen Gymnasiums am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Technik und Wirtschaft Riesa wird am Dienstag, 27. Oktober, öffentlich im Sächsischen Landtag beraten. Der Petitionsausschuss lädt zu einer Anhörung in den Plenarsaal ein. Das geht aus einem Schreiben des Petitionsdienstes an die CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge hervor.
Gegenstand ist die Petition „Berufliches Gymnasium Riesa erhalten – gemeinsam Zukunft sichern!“ von Eric Stopp aus Glaubitz. Zum Termin seien Vertreter des Staatsministeriums für Kultus, der Bürgermeister von Riesa, das BSZ Riesa und der Petent eingeladen worden. Ferner sei um Entsendung von Vertretern der beteiligten Behörden gebeten worden, insbesondere des Landesamts für Schule und Bildung (LaSuB) und des Landratsamts Meißen.
Hintergrund: Schließung zum Schuljahr 2027/28 geplant
Nach einem Arbeitsentwurf des Kultusministeriums soll das Berufliche Gymnasium in Riesa zum Schuljahr 2027/28 geschlossen werden. Die Petition der Lehrkräfte und Unterstützer lief seit Juli. Eine Entscheidung über die Zukunft der Schulart war für den Herbst angekündigt. Der Kreistag Meißen hatte am 24. September eine Resolution für den Erhalt verabschiedet und sie an Ministerpräsident, Kultusminister und Abgeordnete geschickt. Der Landkreis argumentiert unter anderem mit erreichten Mindestschülerzahlen und steigender Nachfrage im Bereich Technik. Ausweichstandorte in Meißen und Oschatz seien wegen der Wegezeiten keine echte Alternative.
Mit der Anhörung macht sich im Landkreis Meißen wieder vorsichtiger Optimismus breit. Vize-Landrätin Janet Steinbach-Putz: "Wir werden um den Standort kämpfen."