Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 42-Jährigen in Leipzig-Reudnitz hat ein Zeuge den Abend der Tat aus seiner Sicht geschildert. Vor dem Schwurgericht des Leipziger Landgerichts berichtete der 43-jährige Marcus K. von den Ereignissen am 18. August 2025, die ihn nach eigenen Angaben bis heute schwer belasten.
Zeuge beschreibt gewaltsames Eindringen
Marcus K. gab an, er habe sich am späten Abend mit der Wohnungsinhaberin auf deren Erdgeschossbalkon aufgehalten, als Nick W. plötzlich vor der Brüstung erschienen sei und Einlass verlangt habe. Nachdem ihm der Zutritt verweigert worden sei, habe er sich gewaltsam Zugang zum Haus und zur Wohnung verschafft. Kurz darauf habe er in der Küche mit einem Messer in der Hand vor ihnen gestanden.
Die Frau sei durch die Wohnung geflüchtet. Eine direkte Attacke auf sie habe er nicht gesehen, sagte der Zeuge. Später habe sich die schwer verletzte 42-Jährige durch ein Fenster ins Freie retten können, wo sie auf dem Gehweg zusammengebrochen sei. Nach Angaben der Ermittler starb sie an einem Blutungsschock infolge schwerer innerer Verletzungen, bei denen Lebergefäße zerstört worden seien.