Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Leipzig News

Mordprozess um getötete 42-Jährige in Leipzig-Reudnitz: Zeuge schildert Tatabend

Im Reudnitzer Mordprozess kommen immer mehr schockierende Details zum Vorschein. Foto: Lucas Böhme
Im Reudnitzer Mordprozess kommen immer mehr schockierende Details zum Vorschein. Foto: Lucas Böhme
Von: Leipziger Zeitung
Im Mordprozess um eine getötete 42-Jährige in Leipzig-Reudnitz schildert ein Zeuge die Tatnacht. Angeklagt ist der Ex-Partner der Frau.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 42-Jährigen in Leipzig-Reudnitz hat ein Zeuge den Abend der Tat aus seiner Sicht geschildert. Vor dem Schwurgericht des Leipziger Landgerichts berichtete der 43-jährige Marcus K. von den Ereignissen am 18. August 2025, die ihn nach eigenen Angaben bis heute schwer belasten.

Mehr aus dieser Kategorie

Nach Darstellung der Anklage soll der 37-jährige Nick W., früherer Lebensgefährte der Getöteten und Vater ihres gemeinsamen Sohnes, gewaltsam in die Wohnung in der Fritz-Hanschmann-Straße eingedrungen sein. Er habe die Frau aus Rache für die Trennung mit einem Messer attackiert und anschließend den zehnjährigen Sohn schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht von einer geplanten Tat aus. Der Angeklagte, dem unter anderem Mord und versuchter Mord vorgeworfen werden, bestreitet eine gezielte Planung.

Zeuge beschreibt gewaltsames Eindringen

Marcus K. gab an, er habe sich am späten Abend mit der Wohnungsinhaberin auf deren Erdgeschossbalkon aufgehalten, als Nick W. plötzlich vor der Brüstung erschienen sei und Einlass verlangt habe. Nachdem ihm der Zutritt verweigert worden sei, habe er sich gewaltsam Zugang zum Haus und zur Wohnung verschafft. Kurz darauf habe er in der Küche mit einem Messer in der Hand vor ihnen gestanden.

Die Frau sei durch die Wohnung geflüchtet. Eine direkte Attacke auf sie habe er nicht gesehen, sagte der Zeuge. Später habe sich die schwer verletzte 42-Jährige durch ein Fenster ins Freie retten können, wo sie auf dem Gehweg zusammengebrochen sei. Nach Angaben der Ermittler starb sie an einem Blutungsschock infolge schwerer innerer Verletzungen, bei denen Lebergefäße zerstört worden seien.

Im weiteren Verlauf habe der Angeklagte den bereits im Bett liegenden Sohn angegriffen, aus dem Kinderzimmer in die Küche gezerrt und ihm mehrfach mit dem Messer Verletzungen zugefügt. Das Kind habe überlebt. Marcus K. schilderte, der Junge habe geblutet und geschrien. Er selbst sei vom Balkon gesprungen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Polizei habe das Kind befreit und den Vater im Kinderzimmer festgenommen.

Der Angeklagte erklärte laut Gericht, er habe bei den Stichen auf seinen Sohn einen Blackout erlitten und erinnere sich nicht an die laut Ermittlungen 14 Messerstiche. Die tödliche Verletzung der Frau sei unbeabsichtigt erfolgt, nachdem er gestolpert sei. Der Zeuge widersprach dieser Darstellung und erklärte, er habe durch die Tat alles verloren und das Geschehen nicht verarbeitet.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier auf L-IZ.de.

Leipziger Zeitung // Lucas Böhme // unterstützt von KI

Leipziger Zeitung
Artikel von

Leipziger Zeitung

Leipziger Zeitung ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media

METIS