Der Eisvogel fühlt sich am Floßgraben wohl. Wie aus dem Monitoring 2024 hervorgeht, war der Bestand mit zwei Brutrevieren auf stabilem Niveau. Eine ähnliche Bestandserholung nach dem Einbruch in den Jahren 2021 und 2022 konnte im gesamten Leipziger Auwald registriert werden. Zudem gab es einen außergewöhnlichen Bruterfolg, wie Jens Kipping vom beauftragten Büro BioCart berichtet: „Eines der Brutpaare am Floßgraben brütete gleich viermal hintereinander. Das ist der absolute Rekord für ein Eisvogelpaar, welcher für den Leipziger Auwald jemals dokumentiert wurde. Das Ausfliegen von insgesamt 19 Jungvögeln eines Brutpaares ist eine enorme körperliche Leistung für die Tiere.“
Im Rahmen des seit 2013 jährlich durchgeführten Eisvogel-Monitorings am Floßgraben hatte es von Mitte März bis Anfang September 2024 insgesamt 31 Begehungen gegeben. Neben dem Brutpaar am traditionellen Stammplatz im Floßgraben, welches viermal hintereinander brütete, wurde ein Brutrevier im umgebenden Wald im Mündungsbereich des Floßgrabens in die Pleiße festgestellt. Hier konnten mehrfach ausgeflogene Jungvögel beobachtet werden. Neben den Brutaktivitäten wurden auch Störungen durch den Bootsverkehr und deren Auswirkungen auf die Bruten dokumentiert. Im Ergebnis konnten keine signifikanten Beeinträchtigungen des Jagd- und Fütterungsverhaltens der Eisvögel oder Brutaufgaben festgestellt werden. Auch der außergewöhnliche Bruterfolg lässt darauf schließen.