Musikgenuss bei Wein, Sekt und Leckereien aus dem Picknick-Korb: Das Moritzburg Festival hat bei seinem traditionellen musikalischen Frühschoppen rund 600 Menschen in den Park von Schloss Proschwitz gelockt. Bei Sonne und entspannter Atmosphäre servierten die 36 Teilnehmer der diesjährigen Moritzburg Akademie - junge Musikerinnen und Musiker aus 20 Ländern - den Gästen gut drei Stunden lang Kammermusik in verschiedensten Formationen. So wurde ein Satz aus Beethovens 1. Sinfonie in einer Fassung für zehn Holzbläser und Kontrabass gespielt.
Jan Vogler, Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals, begründete den Schwerpunkt des Programmes so: Für die jungen Musikerinnen und Musiker seien Werke 20. Jahrhunderts eine Selbstverständlichkeit, bei denen sie noch mehr glänzen könnten als bei Beethoven oder Mozart. Denn es gebe in dieser Musik rhythmische Herausforderungen und bereits Elemente von Jazz und Rock, die beim Interpretieren Spaß machten. Allerdings könne man die jungen Leute, die jedes Jahr im Rahmen der Moritzburg Akademie das Orchester des Festivals stellen, in den kommenden Tagen auch «klassisch» erleben.
Festival Akademie gilt als Sprungbrett für eine Klassik-Karriere
Die Moritzburg Akademie gilt als Sprungbrett für eine Karriere in der Klassikszene. In diesem Jahr feiert die Festival Akademie bereits ihren 20. Geburtstag. Die jungen Frauen und Männer bekamen ein Vollstipendium und reisten von vier Kontinenten an. Erst seit ein paar Tagen probten sie unter Anleitung erfahrener Künstler ein Programm mit Kammermusik und Orchesterliteratur. Am kommenden Samstag gibt das Festivalorchester unter Leitung seines spanischen Chefdirigenten Josep Caballé Domenech im Dresdner Kulturpalast ein Konzert.