Die erneute Absage der Leipziger Buchmesse wegen der Corona-Krise ist nach Ansicht des Landes-Branchenverbands ein schwerer wirtschaftlicher Schlag für das Buchgeschäft. Die Geschäftsführerin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels-Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Heike Haupt, sagte in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Pressemitteilung mit Thüringens Kulturminister, dass es für die Verlage ein Desaster sei, weil sie ihre neuen Programme wieder nicht öffentlich zeigen könnten.
Buchhandlungen könnten keinen Überblick über die Neuheiten erhalten, und Leserinnen und Leser könnten nicht zum Stöbern kommen. «Die persönlichen Begegnungen und Gespräche, die wir so dringend gebraucht hätten, werden sehr fehlen», so Haupt. Die Absage sei aber eine verantwortungsbewusste Entscheidung. «Die anhaltende Corona-Pandemie erlaubt keine vernünftige Planung solch einer Großveranstaltung.»
Zuvor war bekannt geworden, dass die Leipziger Buchmesse wegen der Pandemie abgesagt wurde und stattdessen eine digitale Variante für ein Lesefest vorbereitet werde. Die Buchmesse war auch schon im vorigen Frühjahr wegen Corona ausgefallen.