In der Diskussion um die Umbenennung von Kunstwerken bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat Kulturministerin Barbara Klepsch die Kunstfreiheit verteidigt. «Wir greifen politisch nicht ein in die Freiheit der Kunst», betonte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Landtag. Es sei daher mehr als richtig, dass diese Freiheit im Grundgesetz verbrieft sei. Dennoch müsse mehr darüber in der Öffentlichkeit gesprochen werden, was mit den Objekten passiere, räumte Klepsch ein.
Hintergrund ist eine schon länger währende Debatte, wonach die SKD bei der Beschreibung von Kunstwerken auf diskriminierende Sprache verzichten wollen. Bereits 2021 war über das Vorgehen diskutiert worden. Die SKD begründen die Bearbeitung von Werk- oder Objekttiteln als «übliche, seit Jahrhunderten in sehr vielen Museen in aller Welt stattfindende Praxis.» Kürzlich berichtete die «Bild» über weitere umbenannte Werke. Die AfD-Fraktion im Landtag kritisierte am Donnerstag das Vorgehen und verwies auf eine 2021 gestartete Online-Petition, die die Rückbenennung der Kunstwerke fordert. Initiiert wurde die Petition von Torsten Küllig, der auch Mitglied bei den Freien Wählern Dresden ist.